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Promoted Pins – Was sind sie und wie nutzt du sie

Promoted Pins - Was sind sie und wie nutzt du sie

Pinterest-Nutzer sind in ihrem Verhalten ganz speziell. Sie sind offen für neue Ideen, Produkte und Dienstleistungen und nutzen Pinterest vorwiegend, um dort nach Lösungen für ein bestimmtes Problem zu suchen. Somit ist Pinterest die ideale Plattform für Werbeanzeigen. Seit März 2019 besteht nun auch in Deutschland die Möglichkeit, hier Werbung zu schalten. Was genau es mit diesen Werbeanzeigen, den sogenannten Promoted Pins, auf sich hat und warum du sie für dich nutzen solltest, erfährst du in diesem Beitrag.

Pinterest verstehen

Bevor wir uns näher mit den Pinterest-Anzeigen beschäftigen, ist es wichtig, die Pinterest-Plattform richtig zu verstehen. 

Anders als bei Facebook und Instagram, handelt es sich bei Pinterest nicht um ein Soziales Netzwerk, sondern um eine visuelle Suchmaschine. Pinterest ist nach Google und Youtube die drittgrößte Suchmaschine. 
Bei Pinterest geht es also nicht darum, sich mit seinen Freunden und Bekannten auszutauschen und sich zu vernetzen. Es geht vielmehr um Inspiration und Ideen. Pinterest selbst beschreibt sich wie folgt: “Pinterest ist ein Ort der Entdeckungen, Träume und Taten.” 

Wer Pinterest nutzt, hat eine konkrete Absicht und sucht nach Inspirationen etwa für das nächste DIY-Projekt oder die Kindergeburtstagsfeier. Die Nutzer suchen hier nach Themen, die sie interessieren und sind somit sehr offen für neue Marken und Produkte.

Die Pinterest-Nutzer speichern sich ihre Ergebnisse auf Pinnwänden ab. So werden allein in Deutschland jeden Tag fast 4 Mio Inhalte gespeichert. Diese Zahl zeigt, dass Pinterest-Nutzer sehr aktiv sind. 

Wie funktioniert Pinterest?

Auf der Suche nach der Lösung für ihr Problem gehen die Pinterest-Nutzer auf die Plattform und grenzen ihre Suche mithilfe von Schlüsselwörtern, also Key Words in der Suchleiste, ein. Die gefundenen Ergebnisse werden ihnen in Form von Bildern, Grafiken und Videos, den sogenannten Pins angezeigt. Ist ein Pin für den Nutzer ansprechend, wird er angeklickt und führt ihn auf einen Blogartikel, auf eine Produktseite oder etwas ähnliches. 

Dieses einzigartige Nutzerverhalten kann mit der richtigen Strategie zur Erhöhung deiner Reichweite und zu mehr Besuchern auf deiner Website beitragen und sogar Verkäufe generieren. Pinterest-Nutzer sind aktive Sucher und bringen daher eine hohe Kaufbereitschaft mit.

Da die Inhalte wie erwähnt über Keywörter gefunden werden – Stichwort Suchmaschine – ist die Verwendung relevanter Key Words für deine Nische und deine Zielgruppe ein wichtiger Erfolgsfaktor auf Pinterest. Sowohl dein Pinterest-Name und deine Profilbeschreibung als auch die Pinnwände und Beschreibungen deiner Pins sollten relevante daher Keywörter enthalten. 

Ein großer Vorteil von Pinterest für dein Business ist, dass du damit dein Google-Ranking verbesserst und so auch dort besser gefunden wirst.

Pinterest ist ein Unternehmen und will Geld verdienen

Dass Werbeanzeigen nun auch bei Pinterest möglich sind, verwundert nicht. Schließlich ist Pinterest ein Unternehmen und möchte somit auch Geld verdienen. Die Bereitstellung von Werbeplätzen ist hierfür eine sehr gute Möglichkeit. Pinterest-Anzeigen stellen aktuell die einzige Einnahmequelle für Pinterest dar. In 2018 erzielte Pinterest über 755 Millionen US-Dollar an Werbeeinnahmen bei 265 Millionen monatlichen aktiven Nutzern. Du merkst schon: In den USA gibt es Pinterest-Anzeigen schon etwas länger. In Deutschland sind sie jedoch erst seit diesem Jahr verfügbar. 

Nachdem Pinterest seit 2019 zur Aktiengesellschaft wurde, steht vermutlich das Wohl der Aktionäre im Vordergrund. Der Fokus auf Gewinne wird sich also verstärken und damit auch der Fokus auf Werbemöglichkeiten. Promoted Pins werden in Zukunft mehr Bedeutung gewinnen und bewährte Pinterest-Strategien für mehr Reichweite und Traffic werden wohl nicht mehr so gut funktionieren wie in der Vergangenheit. 

Jedoch braucht Pinterest sowohl die Werbetreibenden als auch die Nutzer, um die Plattform sinnvoll weiter zu betreiben. Organische Pins sind daher weiterhin ein wichtiges Element in Pinterest. Promoted Pins haben jedoch einen großen Vorteil gegenüber Anzeigen auf anderen Plattformen: Sie bringen auch nach Ablauf der Werbeanzeige auf Pinterest weiterhin Webseiten-Besucher, Conversions oder Käufe – je nachdem, was das Ziel deiner Werbeanzeige war.

Was sind Pinterest-Anzeigen und wie sehen sie aus?

Es gibt mehrere Möglichkeiten, auf Pinterest zu werben. 

Es gibt den “klassischen” Promoted Pin, der wie ein normaler Pin (Grafik oder Bild aussieht).

Promoted Pin im Pinterest Feed zu sehen
Promoted Pin im Pinterest Feed integriert.

Der Promoted Pin erscheint wie alle anderen Pins im Feed des Nutzers und ist als Anzeige gekennzeichnet. Bei Klick auf die Anzeige gelangt der Nutzer direkt auf die verlinkte Seite. Merkt sich ein Nutzer einen Promoted Pin auf einer seiner Pinnwände, wird dieser wieder zu einem organischen Pin und kann von dort weiter gepinnt werden. Diese zusätzliche organische Reichweite wirkt sich nicht auf die Werbekosten aus. 

Während der Promoted Pin eine einzige Grafik enthält, kann man mit dem Anzeigenformat Promoted Karussell bis zu fünf Bilder in einer Anzeige darstellen. 

Auch das Bewerben von Videos und Apps ist auf Pinterest mit Promoted Video Pins bzw. Promoted App Pins möglich.

Das Unternehmen betont, dass Promoted Pins “nicht mit den Inhalten konkurrieren, die Pinterest-Nutzer sehen möchten – es handelt sich um native Inhalte. Die für beide Seiten vorteilhafte Ausrichtung zwischen Werbetreibenden und Pinnern unterscheidet uns von anderen Plattformen, auf denen Anzeigen ablenken oder nerven können”. 

Aufbau einer Promoted Pin Anzeige

Wenn du schon ein wenig Erfahrung mit Facebook-Werbung hast, dann wird dir der Aufbau der Pinterest-Anzeigen sehr bekannt vorkommen. 
Pinterest Anzeigen sind in drei Ebenen unterteilt: Kampagnen – Anzeigengruppen – Anzeige (Promoted Pin). 

Promoted Pin Kampagnenstruktur
Pinterest Anzeigen Struktur

Auf der Kampagnen-Ebene wählst du dein Ziel aus. Hier kannst du zwischen drei Zielen wählen: 

  1. Awareness steigern 
  2. Markenpräferenz bilden 
  3. Conversions steigern  
Kampagnenziel wählen
Das Ziel der Anzeige wird auf der Kampagnen-Ebene gewählt.

Auf der Anzeigengruppen-Ebene bestimmst du, wo auf Pinterest deine Anzeige erscheinen soll und legst das Budget, das Gebot, die Laufzeit und die Zielgruppen für alle Promoted Pins in der Anzeigengruppe fest. 

Auf der letzten Ebene legst du die einzelnen Promoted Pins an, die den Nutzern ausgespielt werden sollen. Pro Anzeigengruppe muss es mindestens einen Promoted Pin geben. Dabei hat jeder Promoted Pin eine eindeutige URL.

Was du noch über Promoted Pins wissen solltest

Auch wenn es Pinterest-Anzeigen in den USA schon eine Weile gibt, sind sie relativ neu im Werbeanzeigen-Geschäft. Die Werbemöglichkeiten sind daher noch lange nicht ausgeschöpft und werden stetig weiterentwickelt und verbessert. 

Pinterest-Anzeigen erfordern kein bekanntes Pinterest-Profil oder einen gut laufenden Pin deinerseits. Auch wenn du gerade erst mit Pinterest startest, kannst du sofort Pinterest-Anzeigen nutzen, um deine E-Mail-Liste aufzubauen und deine Produkte und Dienstleistungen zu verkaufen. Pinterest-Anzeigen eignen sich für alle Branchen und Nischen. Wichtig ist, dass du ein Problem deiner Kunden löst und dass diese auf Pinterest bei der Suche auf deine Lösung stoßen.

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